1000 Kilometer Einsamkeit - Schweden mit der Inlandsbahn

Rundreise durch die faszinierenden Landschaften Schwedens


  Reise mit der Bahn nach Nordschweden und zurück

  Fahrt mit der Inlandsbahn durch die Einsamkeit Lapplands

  Östersund, die Stadt am "Grossen See"


  Stockholm, die Perle am Wasser

Reiseprogramm - 1000 Kilometer Einsamkeit - Schweden mit der Inlandsbahn (10 Tage)

Nachfolgend finden Sie das detaillierte Programm der Reise "1000 Kilometer Einsamkeit - Schweden mit der Inlandsbahn"

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Bahnfahrt durch Jütland, Fünen und Seeland nach Kopenhagen

1. Tag: Anreise nach Kopenhagen

 
Anreise nach Hamburg und Fahrt im Intercity-Zug über Flensburg und Jütland nach Odense auf der Insel Fünen und nach Kopenhagen auf der Insel Seeland. Zwischen Fünen und Seeland wird der Grosse Belt mit einer grossen Brücken- und Tunnelkonstruktion über- bzw. unterquert.

Hotelübernachtung in Kopenhagen.


2. Tag: Durch Südschweden nach Mora am Siljansee


Bahnfahrt von Kopenhagen nach Malmö. Dabei wird der Öresund mit einer grossen Brücken- und Tunnelkonstruktion über- bzw. unterquert. Nach Malmö fahren wir durch die einsame südschwedische Wald- und Seenlandschaft nach Mjölby. Danach geht es nordwärts über Örebro und Borlänge nach Mora, wo wir am Abend eintreffen.

 Abendessen im Hotel und Übernachtung in Mora.

Die Stadt Mora am Siljansee
Fotohalt am höchsten Punkt der Inlandsbahn (524 m)

3. Tag: Mit der Inlandsbahn nordwärts nach Östersund

 
Am Vormittag haben wir Zeit zur Entdeckung der malerisch am Siljan See gelegenen, Kleinstadt. Am Nachmittag fahren wir mit dem Zug der Inlandsbahn durch einsame Landschaften nach Östersund. Unterwegs gibt es Zwischenhalte für Besichtigungen und zur individuellen Verpflegung.

 Mittagessen in einem Restaurant in Mora. Hotelübernachtung in Östersund für zwei Nächte.

Bilderalbum Inlandsbahn- Impressionen von Mora nach Östersund

4. Tag: Östersund - die Stadt am "Grossen See"


Östersund, die Hauptstadt Jämtlands, liegt am "Storsjö" (Deutsch = grosser See). Wir unternehmen eine Schifffahrt mit dem historischen Dampfschiff S/S Östersund auf dem "Grossen See" und besuchen am Nachmittag das Freilichtmuseum "Jamtli Historieland".

 Abendessen im Hotel.

Blick auf die Stadt Östersund
Zugskreuzung in Sorsele

5. Tag: Mit der Inlandsbahn nach Arvidsjaur

 
Wir fahren wiederum mit der Inlandsbahn durch die einsame Tundra-Landschaft Nordschwedens. Unterwegs folgen die Dörfer Dorotea, Vilhelmina und Storuman. Wiederum gibt es Zwischenhalte für Besichtigungen und zur individuellen Verpflegung. Am Nachmittag treffen wir in Arvidsjaur ein. Am Abend unternehmen wir mit dem Dampfzug eine Abendfahrt nach Slagnäs und zurück, während der uns das Abendessen im Speisewagen serviert wird.

 Abendessen im Speisewagen und Übernachtung in Arvidsjaur.

Bilderalbum Inlandsbahn - Impressionen von Östersund nach Arvidsjaur

6. Tag: Mit der Inlandsbahn nordwärts nach Lappland


Am Vormittag haben wir Zeit, den Ort zu erkunden. Der Ort ist bis heute ein wichtiger Treffpunkt der Sami. Wir können "Lappstaden", eine Siedlung mit rund 80 Holzhäusern, deren Ursprünge bis ins 17. Jahrhundert zurückreichen, besuchen. Diese wurden als Unterkunft für die einst, ohne Rücksicht auf das Nomadenleben, zum regelmässigen Kirchgang verpflichteten Sami errichtet. Am frühen Nachmittag reisen wir wiederum mit dem Zug der Inlandsbahn. Die Fahrt führt uns weiter nordwärts durch die Tundra und über grosse, reissende Flüsse bis nach Gällivare, wo wir spätabends eintreffen.  

 Mittagessen im Hotel und Hotelübernachtung in Gällivare.

Brücke für Schiene und Strasse über den Fluss "Pite Älv"

Bilderalbum Inlandsbahn - Impressionen von Arvidsjaur nach Gällivare

Blick auf die Hafenstadt Luleå

7. Tag: Von Gällivare in die Hafenstadt Luleå

 
Bahnfahrt von Gällivare in die Hafenstadt Luleå. Die Stadt liegt an der Mündung des Flusses "Luleälven" in den Bottnischen Meerbusen und ist ein wichtiger Hafen. Hier wird ein Teil des in Nordschweden abgebauten Erzes auf Schiffe verladen. Wir unternehmen eine Stadtrundfahrt und besuchen das Freilichtmuseum "Gammelstaden". Hier hat sich ein einmalig vollständiges Ensemble einer "Kyrkstad" (Kirchenstadt) erhalten, mit 450 Häusern die grösste im Land und UNESCO-Welterbe.  

 Abendessen im Hotel und Übernachtung in Luleå.

8. Tag: Bahnfahrt durch Nordschweden nach Stockholm


Am Morgen besteigen wir den Regionalzug, der uns über Boden - Jörn in die, am Umeälven liegende, Universitätsstadt Umeå bringt. Am Nachmittag geht es weiter im Hochgeschwindigkeitszug über die neue Schnellfahrstrecke südwärts über Sundsvall - Gävle nach Stockholm.  

 Hotelübernachtung in Stockholm für 2 Nächte.

Bahnfahrt mit dem Hochgeschwindigkeitszug X 2000 von Umeå nach Stockholm
Blick auf die Stadt Stockholm

9. Tag: Stockholm, die Perle am Wasser

 
Wir besichtigen die Hauptstadt Schwedens. Unser Rundgang zu Fuss bringt uns zuerst zum Königsschloss und danach bummeln wir durch die "Gamla Stan" (Altstadt). Am Nachmittag unternehmen wir eine Schiffsrundfahrt "Unter den Brücken Stockholms", mit der wir die Stadt aus einer neuen Perspektive kennenlernen können.

 Mittagessen in einem Restaurant in Stockholm und Abendessen im Hotel.

Stockholm - die Perle am Wasser

Stockholm - die Perle am Wasser

10. Tag: Durch Südschweden und Dänemark nach Hamburg


Unsere heutige Reise führt uns durch die typische, südschwedische Wald- und Seenlandschaft nach Malmö und nach Kopenhagen. Am Nachmittag fahren wir wiederum über die Inseln Seeland und Fünen nach Jütland und weiter nach Flensburg. Am Abend treffen wir in Hamburg ein. 

Umsteigen im Hauptbahnhof von Kopenhagen
Fahrt mit der Inlandsbahn (Foto Inlandsbanan)

Streckenkarte Inlandsbahn

Die Inlandsbahn

 
Die Inlandsbahn (schwedisch Inlandsbanan) führt über eine Länge von mehr als 1288 km von Kristinehamn im Süden bis nach Gällivare im Norden. Heute hat die Inlandsbahn für den Personenverkehr nur noch eine untergeordnete Bedeutung. Die Personenbeförderung beschränkt sich auf die Sommermonate und wird in der Hauptsache von Touristen genutzt. Daneben hat die Bahn noch eine gewisse Bedeutung für den Güterverkehr.

 Die ersten Überlegungen, den Norden Schwedens mittels einer Eisenbahnlinie zu erschliessen, reichen bis ins Jahr 1894 zurück. 1907 wurde der erste, 125 km lange Abschnitt fertiggestellt. Am 6. August 1937 wurde die Bahn in ihrer vollen Länge von Kronprinz Gustav Adolf eingeweiht. Ein Gedenkstein in Kåbdalis erinnert daran. Nach 1950 verlor die Bahn rasch an Bedeutung, im gleichen Masse, in dem das Automobil und die Nationalstrasse 45 an Bedeutung gewannen. Im Jahre 1990 plante die Regierung die Stilllegung der Inlandsbahn, was zu starken Protesten der Bevölkerung führte. Seit 1992 sind 15 Anliegergemeinden die Eigner der Inlandsbanan AB. Personenverkehr auf der Gesamtstrecke findet nur in den Sommermonaten Juni bis August statt.

 Die Inlandsbahn ist in drei Abschnitte unterteilt. Der südliche Streckenabschnitt zwischen Kristinehamn und Mora wurde bereits in den 1960er Jahren stillgelegt, wobei die Gleisanlagen meist noch vorhanden sind. Im Sommer verkehrt ein Zug zwischen Kristinehamn und Mora, der jedoch nicht die Originalstrecke der Inlandsbahn befährt. Der Mittelteil wird einmal täglich (Juni bis August) von einem Zug bedient. Gleich hinter Orsa beginnt die für die Inlandsbahn charakteristische Fahrt durch die Wildnis, zumeist durch dichte Wälder, die aber durch Seen, Flüsse und farbige Ferienhäuschen aufgelockert werden. Der nördliche Abschnitt von Östersund bis Gällivare ist der längste Teil. Die Fahrt dauert über 13 Stunden und wird von einem Zug pro Tag bedient (Juni bis August). Nach Norden hin werden die Wälder lichter; teilweise durchfährt die Bahn eine Moorlandschaft. Einige Kilometer südlich des Ortes Jokkmokk überquert die Bahn den Polarkreis.

Da die überwiegende Anzahl der Fahrgäste Touristen sind, wird die Fahrt oft unterbrochen, um Attraktionen zu besichtigen und  um Mahlzeiten einzunehmen. Die Inlandsbahn nutzt zwei kombinierte Schienen-Strassen-Brücken, auf denen sich die Eisenbahn und der Strassenverkehr eine Fahrbahn teilen.  Früher waren beide Brücken mit einem Wärter besetzt, der bei Zugfahrten den Strassenverkehr anhielt. Inzwischen besitzen beide Brücken eine halbautomatische Sicherungsanlage, die, sobald sich ein Zug nähert, ein rotes Blinklicht für den Straßenverkehr einschaltet. Erst nachdem der Zug gehalten und sich ein Eisenbahner überzeugt hat, dass die Brücke frei ist, kann mit einem Tastendruck die Schrankenanlage geschlossen werden, und das Eisenbahnsignal schaltet auf Grün. Der einzige Tunnel der Inlandsbahn befindet sich bei Jokkmokk, er hat nur eine Länge von 50 m. Zwischen Hoting und Dorotea führt die Strecke kilometerlang über die Flussinsel Långön, die damit zur grössten schwedischen Binnenland-Insel mit einer Eisenbahn wurde.

Ausflug mit dem Dampfzug ab Arvidsjaur


Der Eisenbahnverein Arvidsjaur bietet an gewissen Tagen Abendfahrten mit dem Dampfzug an. Nachfolgend einige Impressionen des Ausflugs.

Bilderalbum Inlandsbahn - Impressionen Dampfzug ab Arvidsjaur